C. Bechstein Klavier Wettbewerb Geschichte
 

Rückblick auf den Ersten Internationalen Carl Bechstein Klavierwettbewerb 2006

Bulgarischer Pianist gewinnt 1. Internationalen Carl Bechstein Klavierwettbewerb-Ruhr
Mit einem überaus spannenden Finale ging der 1. Internationale Carl Bechstein Klavierwettbewerb-Ruhr im Alfried-Krupp Saal der Essener Philharmonie zu Ende. Von den 250 Anmeldungen aus 55 Ländern waren wegen des hohen Gesamtstandards immerhin 47 sehr begabte Kandidaten für die erste Runde zugelassen worden, die zweite Runde sah nur noch 16 Pianisten vor. Die Teilnehmer zeigten – darin waren sich die Juroren, die einschlägige Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit bei international renommiertesten Wettbewerben mitbrachten einig – ein außergewöhnlich hohes Niveau.

Der Wettbewerb bot auch inhaltlich ein spezielles, von vielen sehr gelobtes Profil: Zum einen waren eine Auswahl aus Werken von Bach und Beethoven Pflicht, zum anderen standen die Komponisten, die dem Bechsteinklang verbunden sind, im Mittelpunkt des Interesses. Unter den reichhaltigen Möglichkeiten sollten die Teilnehmer ihr Profil auch durch die Zusammenstellung eines interessanten Programms unter Beweis stellen.

Im Semifinale mussten die Kandidaten Mozart in einer öffentlichen Probe ein Klavierkonzert mit einem Streichquintett erarbeiten – für einige auf Solokarriere getrimmte Musiker in musikalischer wie in menschlich-kollegialer Sicht eine besondere Herausforderung.

 

Nach zehn Tagen und vier Wettbewerbsrunden errang der bulgarische Pianist Evgeny Bozhanov den 1. Preis. Die Auszeichnung, die mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist, darunter viele interessante Auftritte und Engagementsgelder, verlieh die hochrangig besetzte Jury dem jungen Bulgaren für seine Gesamtleistung in allen Runden, in denen jeder Kandidat sein umfangreiches Können in vielen pianistischen Disziplinen zeigen musste. Die Eindrücke der vorangegangenen Wettbewerbsrunden flossen in die Bewertung der Juroren ein, wie der Juryvorsitzende ohne Stimmrecht und Künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Professor Boris Bloch betonte.

Den 2. Preis sicherte sich Amir Tebenikhin aus Kasachstan. Zusätzlich gab die Jury ihm spontan einen Sonderpreis für das beste und überzeugendste Zusammenspiel mit Orchester.

Der in Südakrika geborene Franzose Pierre Mancinelli erhielt den 3. Preis.

Dazu kam ein Sonderpreis mit dem Titel "herausragende musikalische Persönlichkeit" für den Ungarn Peter Josza in Höhe von 2.000 Euro nebst Konzertauftritten – gespendet von der Bechstein-Samick Alliance.

Außer den Preisgeldern erhalten alle drei Bechstein Preisträger wichtige Konzertengagements bei Festivals und Konzerthäusern in Deutschland.

Der Wettbewerb findet alle vier Jahre in Deutschland statt, für den zweiten Wettbewerb in 2010 werden in 2009 persönliche Vorauswahlen (personal Auditions) in verschiedenen Ländern durchgeführt.

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