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Bulgarischer Pianist gewinnt 1. Internationalen Carl Bechstein Klavierwettbewerb-Ruhr
Mit einem überaus spannenden Finale ging der 1. Internationale Carl Bechstein Klavierwettbewerb-Ruhr im Alfried-Krupp Saal der Essener Philharmonie zu Ende. Von den 250 Anmeldungen aus 55 Ländern waren wegen des hohen Gesamtstandards immerhin 47 sehr begabte Kandidaten für die erste Runde zugelassen worden, die zweite Runde sah nur noch 16 Pianisten vor. Die Teilnehmer zeigten – darin waren sich die Juroren, die einschlägige Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit bei international renommiertesten Wettbewerben mitbrachten einig – ein außergewöhnlich hohes Niveau.
Der Wettbewerb bot auch inhaltlich ein spezielles, von vielen sehr gelobtes Profil: Zum einen waren eine Auswahl aus Werken von Bach und Beethoven Pflicht, zum anderen standen die Komponisten, die dem Bechsteinklang verbunden sind, im Mittelpunkt des Interesses. Unter den reichhaltigen Möglichkeiten sollten die Teilnehmer ihr Profil auch durch die Zusammenstellung eines interessanten Programms unter Beweis stellen.
Im Semifinale mussten die Kandidaten Mozart in einer öffentlichen Probe ein Klavierkonzert mit einem Streichquintett erarbeiten – für einige auf Solokarriere getrimmte Musiker in musikalischer wie in menschlich-kollegialer Sicht eine besondere Herausforderung.
Nach zehn Tagen und vier Wettbewerbsrunden errang der bulgarische Pianist Evgeny Bozhanov den 1. Preis. Die Auszeichnung, die mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist, darunter viele interessante Auftritte und Engagementsgelder, verlieh die hochrangig besetzte Jury dem jungen Bulgaren für seine Gesamtleistung in allen Runden, in denen jeder Kandidat sein umfangreiches Können in vielen pianistischen Disziplinen zeigen musste. Die Eindrücke der vorangegangenen Wettbewerbsrunden flossen in die Bewertung der Juroren ein, wie der Juryvorsitzende ohne Stimmrecht und Künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Professor Boris Bloch betonte.
Den 2. Preis sicherte sich Amir Tebenikhin aus Kasachstan. Zusätzlich gab die Jury ihm spontan einen Sonderpreis für das beste und überzeugendste Zusammenspiel mit Orchester.
Der in Südakrika geborene Franzose Pierre Mancinelli erhielt den 3. Preis.
Dazu kam ein Sonderpreis mit dem Titel "herausragende musikalische Persönlichkeit" für den Ungarn Peter Josza in Höhe von 2.000 Euro nebst Konzertauftritten – gespendet von der Bechstein-Samick Alliance.
Außer den Preisgeldern erhalten alle drei Bechstein Preisträger wichtige Konzertengagements bei Festivals und Konzerthäusern in Deutschland.
Dieser neue Klavierwettbewerb, den die Berliner Klavierbaufirma Bechstein ins Leben gerufen hat, fand an verschiedenen renommierten Konzerthäusern und Institutionen des Ruhrgebiets statt (Essen, Duisburg und Dortmund).
Starke Partner waren die Folkwang Hochschule, Kunsthochschule des Ruhrgebiets sowie die Essener Philharmonie, desweiteren Theater und Philharmonie Duisburg, Konzerthaus Dortmund und die Bochumer Symphoniker.
Der nächste Internationale Carl Bechstein Klavierwettbewerb wird im spätestens Jahr 2010 durchgeführt, dazwischen werden nationale Wettbewerbe in verschiedenen Ländern/ bzw. Kontinenten ausgetragen.
Nähere aktuelle Informationen erhalten Interessierte unter site www.bechstein-klavierwettbewerb.de

NEWSLETTER 15. SEPTEMBER 2005
22. – 31. März 2006 | Ruhr - Deutschland
Sehr geehrte Wettbewerbs-Kandidaten und Freunde des Wettbewerbs, wir dürfen Ihnen zwei weitere, sehr bekannte Juroren vorstellen, die wir für die Jury gewinnen konnten:
Andrea Bonatta, Jury- bzw. Vorstandsmitglied des Internationalen „F. Busoni“ Klavierwettbewerbs und vieler anderer internationaler Wettbewerbe sowie Mitglied des WFIMC Committee. Andrea Bonatta ist ein sehr gefragter Pianist, er gibt zudem Meisterkurse an der Melbourne University, dem Trinity College in London, der S. Vegh Academy in Prag und an der „Hochschule für Musik Franz Liszt“ in Weimar.
Alexandr Tschaikovsky, Rektor des St. Petersburg Konservatoriums sowie Intendant des Moskauer Philharmonischen Orchesters. Tschaikovsky ist ein berühmter zeitgenössischer Komponist und leitet als solcher die Kompositionsklassen an den Konservatorien in Moskau und St. Petersburg. Er ist auch musikalischer Berater des Marinsky Theaters, St. Petersburg, Russland.
Gute Nachrichten für Kandidaten:
Wir möchten gute Künstler fördern - unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Im Dialog mit Anmeldungen und Wettbewerbsinteressenten haben wir festgestellt, dass für einige die Gesamtkosten für Reise, Unterkunft und Anmeldegebühr sehr hoch sind.
1. Die Wettbewerbsleitung hat entschieden, die Übernachtungskosten für die jeweils ersten fünf akzeptierten Kandidaten eines jeden Landes in ausgewählten Unterkünften schon ab der ersten Runde zu übernehmen.
2. Anmeldungen aus einigen osteuropäischen Ländern haben Schwierigkeiten mit Banküberweisungen.
Diese Kandidaten dürfen um Erlaubnis bitten, die Anmeldegebühr ausnahmsweise bei Ankunft zu entrichten.
Dies gilt nur für osteuropäische Kandidaten.
Um jedoch Ungerechtigkeiten gegenüber allen anderen zu vermeiden, hat die Wettbewerbsleitung beschlossen, grundsätzlich alle Anmeldegebühren der abgelehnten Kandidaten abzüglich der Bankspesen zurück zu erstatten.
3. Dem erfolgreichen Beispiel des Internationalen Sviatoslav Richter Wettbewerbs in Moskau im Juni 2005 folgend, der einige sehr interessante Teilnehmer über 32 Jahre zugelassen hat, verzichten auch wir auf die Alterbegrenzung nach oben.

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